Ein Tesla zum halben Preis: So macht man das.

Der Tesla Model S ist eines der markantesten Autos der letzten Jahre. Er ist seit sechs Jahren auf dem Markt und wird zunehmend als Gebrauchtwagen verkauft. Der Preis? Weniger als die Hälfte. Aber ist es was, so eine gebrauchte Tesla?

Der meistverkaufte Tesla in den Niederlanden ist das Modell S. Inzwischen wurden hier mehr als 13.000 Stück verkauft und es tritt regelmäßig als Anlass auf. Gehen Sie zusätzliche Risiken ein, wenn Sie ein solches Elektroauto aus zweiter Hand kaufen, und gibt es vielleicht noch einen Steuervorteil zu gewinnen? Wir werfen einen genaueren Blick auf ein sechs Jahre altes Modell S der ersten Generation. Ein neues Modell S kostet 79.200 Euro oder mehr. Aber bei der Gelegenheit Plattform AutoTrack.nl gibt es Hunderte, die halb so billig sind wie sie benutzt werden. Ein sechs Jahre altes Modell S mit Laufleistungen von etwa 70.000 bis 150.000 Kilometern kann heute für weniger als 35.000 Euro gekauft werden.

Veraltet
Sechs Jahre alte Autos sind in bestimmten Bereichen meist veraltet: Innovationen in der Automobilwelt gehen schnell voran, vor allem beim Infotainment. Aber bei „unserem“ sechsjährigen Modell S ist die digitale Ausstattung dank der verschiedenen Updates auf dem neuesten Stand. Eigentlich ist ein Tesla ein bisschen wie ein bewegliches Smartphone. So wie ein Mobiltelefon ein regelmäßiges internes Update erhält, führt Tesla oft auch Software-Updates durch. Dafür musst du nicht in die Werkstatt gehen. Wenn Sie Ihr Model S morgens verlassen, stellt sich plötzlich heraus, dass das Design des digitalen Dashboards um einen Online-Zusatz erweitert wurde. Oder es wurde eine Software installiert, die dafür sorgt, dass sich der Akku bei einem „Kaltstart“ schnell erwärmt, damit der Akku leichter geladen werden kann. Die gigantische Leinwand dominiert das Innere.

Es bedarf einiger Gewöhnung daran, dass man einen Tesla nie startet und nie ausschaltet. Sobald Sie durch Aktivieren der Fernauslösung drin sind, ist das S sofort einsatzbereit. Wenn Sie für kurze Zeit aus dem Auto steigen, müssen Sie das Auto hinter dem Lenkrad durch Drücken der Fernbedienung, die die lustige Form eines Modells S hat, wieder aktivieren. Die erste Serie ist an der Nase erkennbar, in der der Vorschlag eines Kühlergrills erregt wird. Spätere Serien haben eine komplett geschlossene Nase. Leider beinhaltet diese erste Serie auch qualitativ minderwertige Sitze: Die seitliche Unterstützung ist moderat. Die großen, dunklen Räder, ein Carbon-Heckschürzenspoiler und das dunkle Finish um die Fenster herum: Dieses Modell S sieht cool aus. Besser als ein kahles, weißes S, das die Amsterdamer Taxigilde benutzt.

Verschleiß und Abnutzung
Der sechsjährige Tesla fährt immer noch wie neu: komfortabel, kraftvoll und mit guter Straßenlage. Die Alterung eines Elektroautos ist nicht so schlimm, weil es weniger mechanische Technologie und auch weniger fluidabhängige Teile enthält. Der häufigste Verschleiß betrifft die Bremsen, die Federung und die Reifen. Kritiker von Elektroautos wissen jedoch immer, wie sie mehr mit einem gebrauchten Elektroauto konkurrieren können. Nach ein paar Jahren nimmt die Kapazität der Batterien ab und wenn man sie ersetzen muss, sind sie sehr teuer. Und stellen Sie sich vor, ein Hersteller entwickelt plötzlich eine revolutionäre neue Art von Batterie: klein und leicht. Natürlich passt es nicht in jedes Elektroauto, und das macht alle gängigen Elektroautos auf einen Schlag obsolet.

Die kalten Füße scheinen nicht ganz gerechtfertigt zu sein. Die Batterietechnologie entwickelt sich weiter, aber es ist ein schrittweiser Ansatz. Eigentlich läuft die Entwicklung parallel zur Entwicklung der Autos. So erhält jedes neue Modell eine etwas bessere Batterie als das Vorgängermodell, abgesehen von den Software-Updates, die sich manchmal auch auf die Energietechnik beziehen. Und dann ist da noch die Abnahme der Leistung einer Batterie im Laufe der Zeit: die sogenannte Degradation. In der Praxis stellt sich heraus, dass dies nicht so schlimm ist. Maarten Steinbuch, Professor an der Technischen Universität Eindhoven und mit der E-Mobility-Plattform e-Drivers.com verbunden, hat sich intensiv damit beschäftigt. Nach fast 300.000 Kilometern sind 91 Prozent der Batterie noch aktiv, schließt er. Und über die 550.000 Kilometer hinaus – eine Strecke, die ein Auto mit Verbrennungsmotor selten erreicht – hat die Batterie eine Degradation von etwa 20 Prozent, so dass sie noch mehr als drei Viertel genutzt werden kann. Darüber hinaus bleibt der Abbau von aktiv gekühlten Batterien begrenzt. Die Lebensdauer solcher Batterien wird durch ein intelligentes Temperaturmanagementsystem deutlich verlängert. Tesla, Audi, Jaguar und die koreanischen EV-Hersteller nutzen unter anderem diese gekühlte Akkutechnologie. Aber der ersten Generation des Nissan-Blattes zum Beispiel fehlt es daran.

Steuervorteil
Ist mit einem gebrauchten Tesla noch ein Steuervorteil zu erzielen? Ja, weil Sie für ein Elektroauto keine Kfz-Steuer zahlen müssen. Für den Geschäftsmann ist das alles etwas komplizierter. Wenn Sie diesen neuen Tesla kaufen, profitieren Sie von einem Zuschlag von 4 Prozent für den Teil des Listenpreises unter 50.000 Euro. Auf den darüber hinausgehenden Restbetrag zahlen Sie den „allgemeinen“ 22

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