Fiat zeigt vollelektronischen Ducato

Fiat hat bereits einer ausgewählten Pressegruppe einen Vorgeschmack auf ihren neuen elektrisch betriebenen Ducato gegeben. Das Fahrzeug muss zu 100 Prozent elektrisch und zu 100 Prozent Ducato sein.

Das Wichtigste ist nicht so sehr das Auto selbst, sondern die Philosophie dahinter. Fiat Professional spricht von einem TCO-kontrollierten Fall. Das bedeutet unserer Meinung nach so viel, dass ein Unternehmer wirklich in der Lage sein sollte, davon zu leben. Dabei sind eine Reihe von Parametern wichtig. Wie die Reichweite, die Nutzlast und die Flexibilität, mit der das Fahrzeug eingesetzt werden kann, die Ladegeschwindigkeit und vielleicht vor allem der Preis.

Zunächst einmal ist dies noch nicht bekannt. Erst im nächsten Jahr wird das Fahrzeug auf dem Markt sein. Es ist jedoch so viel klar, dass das Auto mit zwei verschiedenen Batteriepacks erhältlich sein wird: 45 kW und 79 kW. Daraus ergibt sich eine Reichweite von 220 bis 360 km nach dem NEFZ-Zyklus. Laut Fiat liegt der Verbrauch des 90 kW-Motors zwischen 220 W/km und 320 W/km, was ziemlich effizient erscheint. Darüber hinaus wird der Ducato laut Fiat natürlich bald in der Lage sein, Energie durch kundenspezifische Bremsregeneration zurückzugewinnen. Außerdem verwandelt Fiat ihn nicht in einen Rennwagen, aber es wird eine ausgewogene Leistung erreicht. Auf dem Papier sieht es so aus, als würde das maximale Drehmoment von 280 Nm schrittweise aufgebracht werden. Von 0 bis zur Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h benötigt das Auto 20 Sekunden gemäß den Vorgaben. Von 0 bis 50 km/h dauert es jedoch nur 5 Sekunden. Die Ladezeit wird auf AC eine Stunde, auf DC 30 Minuten eingestellt. Das scheint den e-Ducato zu einem echten Stadtkletterer zu machen, der sich dank der vorhergesagten Reichweite auch auf 80 Kilometern Straßen sehr gut fahren lässt.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass Fiat nicht nur ein Modell elektrifiziert. Bei der Vorstellung im nächsten Jahr sagt die Marke, dass Kunden alle Modelle des Ducato mit Elektromotor sofort bestellen können. Kurz, lang, hoch, niedrig, von 10 bis 17 Kubikmeter Ladefläche: Das sollte keine Rolle spielen. Dass der Laderaum völlig intakt bleibt, liegt daran, dass sich die Akkupacks vollständig unter dem Boden befinden. Darüber hinaus hat der e-Ducato eine maximale Nutzlast von 1.950 Kilogramm. Damit wäre es im Moment das Beste auf dem Markt. Mit dem Hinweis, dass man es noch nicht kaufen kann und auch andere Marken kommen in diesem Jahr mit Elektrobestellern in diesem Segment.

Um eine gute TCO zu erreichen, hat Fiat, genau wie Renault, zuvor eine umfangreiche Feldstudie durchgeführt. Nach Ansicht der Italiener zeigt dies, dass ein Viertel aller LCV-Nutzer bereits einem BEV-Profil entsprechen. Gerade im wachsenden E-Commerce-Sektor passt jeder dafür eingesetzte Van tatsächlich in ein E-Profil. Wie kein anderer Markt legen sie kurze Strecken mit viel Go and Stop und einer relativ geringen Last zurück.

Basierend auf den Daten der Studie hat Fiat sechs Einsatzprofile entwickelt, mit denen es 70 Prozent der Nutzer ein Fahrzeug anbieten kann, das zu der Arbeit passt, die mit dem Auto in Bezug auf das Batteriepaket und die Anpassung der Elektronik geleistet werden kann. Laut Fiat ist es sogar möglich, ein vollelektrisches Kühlfahrzeug einzusetzen.

Obwohl das Auto bereits im Einsatz ist, kam es während der Präsentation mit einem leisen Summton auf die Bühne, in diesem Jahr folgen zunächst einjährige Pilotversuche mit Kunden. Diese sind notwendig, um die aus den bisherigen Analysen gewonnenen Daten in der Praxis zu testen. Dann wird der eDucato auf den Markt gebracht. Und laut CEO Stéphane Gigou von Fiat Professional, der die Präsentation zusammen mit Domenico Gostoli hielt, geht Fiat einen Weg, der unseren Umgang mit Mobilität grundlegend verändern wird.

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